Kreislauf-Belastbarkeits-Test nach Ruffier

Nur zur Orientierung. Ersetzt nicht den Experten!

Der Kreislauf-Belastbarkeits-Test nach Ruffier ist ein reiner Leistungs-Test
und wird altersunabhängig eingesetzt. Er wird gern im spezifischen Leistungs-
Sport eingesetzt – (z.B. Flaschentauchen, Fallschirmspringen, Fliegen) um
die aktuelle Einsatzfähigkeit zu überprüfen.
Dieser Test integriert in seine Messung gleich drei wesentliche Parameter der
Herz-Kreislauf-Messung:

1. Der „Ruhe“-Puls
wird hier als „Puls in der Ruhe“ gemessen (der echte sport- physiologische
Ruhepuls wird  morgens noch vor dem Auf- stehen gemessen) d.h. vor der
aktuellen Messung mit dem Ruffier-Test mindestens 5 Minuten in Ruhe sein.

2. Der Belastungs-Puls
Er wird aus Gründen der Standardisierung unmittelbar nach einer Belastung
von 30 Kniebeugen in 45 Sekunden gemessen.
Da der manuelle Minuten-Puls (mit Finger in 15 Sekunden am Handgelenks-
puls erfasst und mal 4 genommen) schon während der Messung deutlich ab-
sinkt, empfiehlt sich eine entsprechende Pulsuhr mit EKG- genauer Erfassung.

3. Der Erholungs-Puls
Dieser Wert beschreibt die Erholungs-Leistung des Herz- Kreislauf-Systems
nach Belastung und ist damit die dritte wichtige Größe der individuellen
Belastbarkeit.
Der entsprechende Wert wird exakt 1 Minute nach der 2. Messung erhoben
und nach unten aufgeführter Formel verrechnet. Auch hier ist die Pulsuhr von
Vorteil.

Auswertung:
Die 3 erhaltenen Pulswerte werden addiert, dann wird von dieser Summe 200
abgezogen und dann durch 10 geteilt. Ergibt die errechnete Zahl einen Wert
über der “Note” 10 d.h. „Ungenügend“, dann würde dies bedeuten, dass Sie der
Sportarzt oder der verantwortliche Trainer an diesem Tag z.B. als „nicht fit“ für
einen Tauchgang einstufen wird.

Wichtig für Ihren Trainings-Alltag ist jedoch nicht, ob Sie heute tauchen gehen
könnten, sondern vielmehr, wie sich Ihre Werte im Blick auf Ihre Ziele und Ihre Bemühungenlaufend verändern!
Und damit erhalten Sie nützliches und objektives Feedback zu Ihren eigenen
Maßnahmen – egal welcher Art sie sind.

 

 "Wenn der Mensch als Ganzes (...) der Forschung dient, (...) kann man nicht mehr fragen, gehört eben diese Forschung zur Naturwissenschaft, zur Biologie, zu den Geisteswissenschaften? Sie braucht sie alle, sie steht zu allen in Beziehung, ja, sie ist in mehr als einer Hinsicht auf sie begründet, sie muss sie verstehen"
Ludolf von Krehl (1861-1937;)
Begründer der biographischen Medizin

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